Werkreihe „Bubbles“

Abstrakte Landschaften - fast monogrom

Falsche Brille?
Detail "Falsche Brille?"
Grün
Detail "Grün"
Herbst
Winterbild
Detail "Winterbild"
Falsche Brille?   Detail "Falsche Brille?"   Grün   Detail "Grün"   Herbst   Winterbild   Detail "Winterbild"
Falsche Brille?

 

Die vier Bilder zeigen eine abstrahierte Landschaft, jedes Bild wird dabei von einem Farbton dominiert. Monogrom? Nicht wirklich, denn bei genauer Betrachtung zeigt sich, dass eine Vielzahl von Farbtönen in den Bildern steckt. Ein Jahreszeiten-Zyklus? Auch dies nur annähernd: Es gibt eine Phantasiejahreszeit („Falsche Brille?“), gleichzeitig steht „Grün“ sowohl für Frühling alsauch für Sommer. Ebenfalls bei allen Bildern zu sehen: die hochglänzende Oberfläche und die dicke, an Glas erinnernde semitransparente Farbschicht, die den Bildern Tiefe gibt. Unzerbrechlich, da aus Acrylfarbschichten aufgebaut.

Zu den einzelnen Bildern:

„Falsche Brille?“

magentafarben, das erste Bild dieser Serie. Eine vage zu erahnende Waldszene, die perlmuttfarbenen „Bubbles“ könnten aufstigende Blütensamen sein, oder auch die Gedanken eines Spaziergängers. Der magentafarbene Grundton des Bildes steht dabei für die Welt, wenn man sie überschwenglich positiv sehen will. Der Titel des Bildes gibt kein Urteil ab, sondern fragt nur, ob jemand gerade die falsche Brille aufhabe.

„Grün“

Frühling oder Sommer – das Bild legt sich darauf nicht fest.Liegt der Betrachter am Waldboden und betrachtet den Farn vor seinen Augen, während der Wald am Rande der Lichtung verschwommen erkennbar ist? Oder ist der Protagonist in einen See getaucht, um ihn herum Wasserpflanzen und die Sonne, die durch die Wasseroberfläche dringt.

„Herbst“

Schon lange wollte ich ein Bild in diesem Farbschema malen.  Neben dem dominierenden Gelbton und dem dunklen Braun für die angedeuteten Bäume wurden auch Kupfer- und Goldtöne verwendet, sowie kleine Tupfer in irisierendem Lila.

„Winterbild“

Ich nenne dieses Bild bewusst nicht einfach nur „Winter“, für mich liegt in dem Wort „Winterbild“ die ganze Ruhe eines Wintertages, bei dem die Sonne sich verhalten durch Schneehimmel schiebt, leider ist der leicht, transparente, Goldton in der oberen Mitte des Bildes auf dem Foto nicht erkennbar. Mit hauchdünnen permuttfarbenen Acrylhäuten wurde die Plastizität des Vordergrundes herausgearbeitet.

Perlenartig scheinen Luftblasen hochzusteigen

– oder sind es Schneeflocken – oder tanzende Gedanken?

In der Vorbereitung zu dieser Bilderreihe, habe ich lange Zeit über die maltechnische Umsetzumg der „Bubbles“ nachgedacht, denn ich wollte sie so plastisch wie möglich gestalten und gleichzeitig ihre optische Leichtigkeit beibehalten. Die „bubbles“ beginnen direkt auf dem Malgrund und ziehen sich durch alle Schichten hindurch, in denen sie dann zu schwimmen scheinen. Jeder „Bubble“ wurde viele Male gemalt und aufgebaut, um ihn gewissermaßen bis zur Oberfläche des Bildes hochzuziehen. In den „Bubbles“ flossen also bei dem langen Malprozess auch viele meiner Gedanken – eines extrem heißen Sommers, in dem das Atelier der kühlste und angenehmste Ort war.