Acrylhaut wenden

"Making of": Tiefe erzeugen wie im Bild "Gefrorener Bergsee"

Aufrollen der Acrylhaut von der Unterlage
Aufrollen einer Acrylhaut

Innovative Acryltechnik: Wenden einer dicken Acrylhaut

Milchig-wieße Leinwand beim Trocknen
Gefrorener Bergsee – Work in Progress

Für „Gefrorener Bergsee“ überlegte ich mir eine spezielle Vorgehensweise, um eine tiefe, schwere Eisschicht zu suggerieren:
Um den Blick des Betrachters in eine geheimnissvolle, verschwommene Tiefe zu ziehen, habe ich zunächst das Bild „von unten her“ gemalt, d.h. nicht auf der Leinwand, sondern auf einer Kunststofffläche. Da Kunststoffe sich unterschiedlich gegenüber Acrylfarbschichten verhalten, habe ich vorher getestet, ob sich Acrylhaut abziehen lässt, von Acryl-Hobbyglas ist dies nicht möglich, von Glas oder HDPE-Platten dagegen schon, auch stabile Folien sind als Unterlage möglich.

Nachdem die Schicht ausreichend getrocknet war, habe ich die mehrere Millimeter dicke Farb-und Spachtelschicht abgezogen und umgedreht, also mit der Rückseite nach oben auf einer blauen, leicht bemalten Leinwand befestigt. Zu diesem Zeitpunkt erschien das Bild wegen des Feuchtigkeitsanteils milchig weiß.

Nach längerer Trocknungszeit konnte ich an der nun oben liegenden Farbschicht weiterarbeiten und das Bild fertigstellen. Es wurden nun noch einige hauchdünne Acrylschichten und Acrylhäute aufgetragen bis das Bild einer dicken Eisschicht auf einem tiefen See ähnelte. Zuletzt kam ein glänzender UV-Schutz darauf.